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Das Verträglichkeitsproblem

Die folgende Text stammt von Dr. Max Otto Bruker und wurde von mir praktisch wortwörtlich übernommen:

Dr. Bruker: "Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat der Schweizer Arzt Bircher-Benner auf die Frischkost als Heilkost hingewiesen. Es wunderte mich, dass diese souveräne Heilbehandlung nicht weltweit anerkannt wurde. Auf der Suche nach den Gründen stiess ich auf das Verträglichkeitsproblem. Beim Übergang von Grau- und Weissbrot auf Vollkornbrote und Vollkornprodukte und bei der Verabreichung eines Zusatzes von Frischkost traten bei manchen Patienten Beschwerden auf in Form von Bauchschmerzen, Unpässlichkeit, Völlegefühl, Blähungen, Aufstossen.

Bei gründlicher Beobachtung zeigte sich, dass es nicht die Vollkornprodukte und die Frischkost waren, die diese Beschwerden hervorriefen, sondern die Zusammensetzung der übrigen Nahrung. Im Einzelnen zeigte sich, dass es in erster Linie mit Fabrikzucker gesüsste Speisen waren, die bei gleichzeitiger Verabreichung von Vollkornprodukten und Frischkost Beschwerden hervorriefen. Wie in einem Experiment liess sich mit mathematischer Genauigkeit nachweisen, dass die Beschwerden jedesmal auftraten, wenn irgendwelche Fabrikzuckerarten verabreicht wurden und dass sie ebenso prompt verschwanden, wenn der Zucker weggelassen wurde. Dieses Experiment liess (und lässt!) sich beliebig oft wiederholen. Damit war eine entscheidende, grundsätzliche Entdeckung gemacht.

Bei weiteren detaillierten Forschungen zeigte sich, dass gekochtes Obst, Säfte, aber auch Trockenfrüchte und Honig beim Leber-, Galle-, Magen-, Darmempfindlichen ähnliche Wirkungen hervorrufen können wie der Fabrikzucker. Die Verbreitung einer vitalstoffreichen Vollwerkost ist so lange behindert, als sich nicht die Erkenntnis verbreitet, dass vor allem der gleichzeitige Verzehr von Fabrikzuckerarten die Verträglichkeit dieser Kostform in Frage stellt. Dabei können auch kleinste Mengen beim Empfindlichen als "Störenfried" wirken.

MÖGLICHE STÖRENFRIEDE:
Gewöhnlicher Haushaltszucker (Rohrzucker), Traubenzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Malzzucker, sog. Vollrohrzucker, Ur-Süsse, Ur-Zucker, Sucanat, Rapadura, Rübensirup, Ahornsirup, Apfeldicksaft, Birnendicksaft, Agavendicksaft, Melasse, Maltodextrin, Frutilose, Gerstenmalz u.a.m.  Gekochtes und eingemachtes Obst, Säfte (gleichgültig, ob gekauft oder selbst hergestellt), Trockenfrüchte, Honig, Bohnenkaffee, schwarzer Tee, grüner Tee, Getreidekaffee."

Vollwertkost