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Wie man mit Soziopathen umgeht

Soziopathen/Psychopathen sind Meister der Tarnung, viele wirken sympathisch und charmant. Sie zeigen ihren Mitmenschen eine Präsenz, von der sie oft hypnotisch angezogen werden. Der Soziopath macht sich keine Sorgen, hat keine Ängste, trauert nicht. Er verfolgt seine Ziele kompromisslos, setzt seinen Charme gezielt dort ein, wo er ihm nutzt, ist fokussiert und handelt ohne zu lamentieren. Diese Dynamik und seine "Siegermentalität" lassen ihn auf den ersten Blick für viele anziehend wirken. Wenn Ihnen der Soziopath seine schönsten Seiten zeigt, dann deshalb, weil er ein bestimmtes Ziel damit verfolgt. Wer versteht, dass der Soziopath Menschen nur dann umgarnt, wenn es für ihn von Nutzen ist, der lässt sich von seinem Charme nicht mehr so leicht blenden.

Soziopathen ist es völlig egal, ob sie andere verletzen, demütigen oder zerstören. Sie kennen keine Skrupel, wenn es darum geht ihre Ziele zu erreichen. Für sie sind ihre Mitmenschen nur Gebrauchs- und Wegwerfware, die sie solange benutzen wie diese ihren eigenen Zielen dienen. Ein Soziopath kann, da er die Verbindung zu seinem wahren Selbst und seinen Gefühlen verloren hat, keinerlei Mitgefühl für andere (und sich selbst) empfinden. Der Soziopath muss andere verletzen und zerstören, er muss andere ausbeuten und deren Energien stehlen. Für ihn sind seine Mitmenschen 100%-ig selber schuld, wenn sie durch ihn verletzt oder zerstört werden, da dies (so seine Logik) deren eigene Verantwortung bzw. deren eigenes Karma ist.

Erste Regel: Soziopathen meiden

Was also tun, wenn man an ein solches Wesen gerät? Sich ducken, verstecken, wegschauen, beten, weggehen? Ja, wer ethisch und spirituell nicht äusserst fortgeschritten ist, wer nicht über enormes Selbstvertrauen verfügt und selber ein stahlharter, gnadenloser Hund sein kann, sollte genau das tun. Normale Menschen (und sogar weit fortgeschrittene), die in den Dunstkreis von Soziopathen geraten, werden durch diese Raubtiere in eine Art Schockzustand versetzt. Für sie ist die Gier, Gewissenlosigkeit, Arroganz und Rücksichtslosigkeit des Soziopathen jenseits ihrer Vorstellungskraft. Für sie ist unfassbar und undenkbar, dass solche Ausgeburten der Hölle tatsächlich existieren und mitten unter uns leben, meist sogar in angesehenen Positionen und als geachtete Mitglieder der Gesellschaft.

Also lautet die wichtigste Empfehlung: Soziopathen meiden, kein Kontakt mit solchen Personen! Aber Achtung: Nicht jedes "Arschloch" ist auch gleich ein Soziopath.

Sie sind bereits Opfer eines Soziopathen?

Die meisten Menschen, die bereits in einer längeren engen Beziehung mit einem Soziopathen stecken (z.B. als Lebenspartner), benötigen bei der Trennung und Ablösung Hilfe von aussen. Meist ist ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstvertrauen bereits derart in Mitleidenschaft gezogen (sie haben sich dermassen an die Opferrolle gewöhnt), dass eine Trennung aus eigener Kraft schwierig bis unmöglich ist. Selbstverständlich wird der Soziopath alles unternehmen um die Trennung zu verhindern, schliesslich lebt er als Parasit von Ihnen als Wirt. Er wird Ihnen das Gefühl geben, dass Sie ein schlechter Mensch sind, dass Sie ihn oder Ihre gemeinsame Beziehung verraten haben usw. Falls notwendig wird der Soziopath auch die Mitleidstour anwenden (er stellt sich als unschuldiges Opfer dar und Sie als Täter) oder er wird Ihnen drohen. Mit Sicherheit wird er alles unternehmen um Ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden und Sie nicht gehen zu lassen.

Sie können davon ausgehen, dass der Soziopath genau weiss wo Ihre Schwachstellen sind, wie er Sie herumkriegt und dazu bringt, die Beziehung – die allein für ihn einen Nutzen hat – nicht abzubrechen. Sie sollten sich bewusst sein: Für einen Soziopathen (der genau so gut eine Frau wie ein Mann sein kann), geht es in einer Beziehung niemals um die Beziehung oder gar um Sie, sondern IMMER nur um Macht und Dominanz, um die Erreichung SEINER Ziele und um sich selbst.

Wie bereits erwähnt benötigen viele Menschen, die in einer langjährigen Beziehung mit einem Soziopathen stecken, zur endgültigen Trennung Hilfe von aussen, beispielsweise von einem Therapeuten oder einer Therapeutin, der/die über Erfahrung in der Begleitung von Opfern von Psychopathen/Soziopathen verfügt. Auch erfahrene Sozialarbeiter, Seelsorger oder Anwälte können sehr hilfreich sein (letztere natürlich vor allem dann, wenn Polizei und Justiz eingeschaltet werden). Wichtig ist auf jeden Fall, dass Betroffene die Möglichkeit haben mit Personen, denen sie vertrauen, über das Vorgefallene zu sprechen und die notwendigen Schritte einzuleiten, um sich vom Soziopathen zu lösen. Bei physischer Gewalt kann man sich als Frau und/oder Mutter vielleicht auch an ein Frauenhaus wenden, das einem vorübergehend Schutz bietet. Möglicherweise muss man sich auch eine erlaubte Waffe zulegen (z.B. einen Pfefferspray), um sich im Notfall verteidigen zu können. 

Für Opfer von Soziopathen (und nicht nur für die), kann ich folgende Bücher empfehlen:

Es gibt zahlreiche weitere geeignete Bücher zum Thema, die Soziopathen/Psychopathen beschreiben und aufzeigen, was man tun kann, wenn man in einer Beziehung mit einem Soziopathen steckt und wie man die Kraft zur Trennung findet. Auch die Empfehlung, Polizei und Justiz einzuschalten (z.B. indem man den Soziopathen anzeigt), kann sehr hilfreich sein.
 
Gutes Essen, schönes Wetter   


Stecken Sie in keiner engen Beziehung mit dem Soziopathen, ist er "bloss" ein entfernter Arbeitskollege, ein Verwandter, den Sie gelegentlich bei Familienfesten treffen, ein Mitglied im gleichen Musikverein wie Sie, Ihr Nachbar etc., dann machen Sie am besten auf "Gutes Essen, schönes Wetter". Das heisst: Wenn sich eine Unterhaltung nicht vermeiden lässt, sprechen Sie über oberflächliche Themen wie das Wetter, das Essen usw. Erzählen Sie dem Soziopathen niemals persönliche Dinge. Bleiben Sie freundlich aber reserviert.   

Schmieren Sie ihm Honig ums Maul

  
Falls die Beziehung zum Soziopathen mitteleng ist (er beispielsweise Ihr Arbeitskollege oder Chef ist) oder sie in bestimmter Weise von ihm abhängig sind (er beispielsweise Ihr Vermieter ist), dann besteht, wenn Sie Ihren Job oder Ihre Wohnung nicht wechseln möchten, eventuell die Möglichkeit sie/ihn durch Diplomatie, Lob und Schmeichelei in Ihrem Sinne zu beeinflussen und günstig zu stimmen. Sie können beispielsweise Ihrem soziopathischen Chef oder Vermieter das Gefühl vermitteln, dass Sie ihn für seine Leistungen und Fähigkeiten enorm bewundern. Machen Sie ihm/ihr Komplimente und schmieren Sie ihm/ihr Honig um den Mund. Machen Sie es schwer für sie/ihn Sie zu enttäuschen.     

Falls der soziopathische Chef oder Vermieter dann doch etwas will, das Sie nicht wollen, benötigen Sie enormes diplomatisches Geschick. Sagen Sie ihm auf keinen Fall Dinge wie "das mache ich nicht", "das ist nicht richtig" oder gar "Sie liegen falsch", "Sie irren sich" usw. Geben Sie dem Soziopathen niemals das Gefühl im Unrecht zu sein. Lassen Sie sich nicht von ihm provozieren und bieten sie ihm keinerlei Angriffsfläche. Lassen Sie ihn selber auf die Idee kommen, dass das, was Sie wollen, eigentlich das ist, was er will.  

Aber Achtung: Das hier beschriebene Vorgehen ist hochriskant. Gut möglich, dass Sie sich in der Defensive und unter SEINER Kontrolle befinden, bevor Sie es überhaupt merken. Am besten ist, wenn Sie gar nicht in Kontakt mit diesen Perversen kommen oder den Kontakt umgehend wieder abbrechen. Falls Sie dem Soziopathen aber nicht ausweichen können, dann schmieren Sie ihm Honig um den Mund! Und damit keine Missverständnisse aufkommen: Sie kriechen niemals vor dem Soziopathen. Sie machen dem Soziopathen nur deshalb Komplimente, zeigen sich scheinbar unterwürfig und arrangieren sich mit ihm, weil Sie keine Lust haben wegen eines Wahnsinnigen Ihren Job, Ihre Wohnung oder gar Ihren Freundeskreis zu wechseln.

Volle Konfrontation?

Seien Sie sich bewusst: Gegenüber einem Soziopathen gewinnt man niemals. Bestenfalls kann man etwas über sich selbst lernen. Für das Opfer ist die Versuchung gross, zu seiner Verteidigung zu den gleichen Mitteln zu greifen wie der Aggressor (Soziopath). Da der Soziopath aber bereits jahrzehntelanges Training in seiner perfiden Verhaltensweise und garantiert weniger Skrupel als Sie hat, kann man nur verlieren, wenn man meint, ihn mit den eigenen Waffen schlagen zu können. Häufig ist das Gesetz die einzige Zuflucht.

Wer es dennoch mit einem Soziopathen aufnehmen will, wer sich von ihm nicht vertreiben lassen will, wer ihm die Stirn bieten will und solange auf den eigenen Wünschen beharren und weitermachen bis der Soziopath einknickt und gezwungen ist sein eigenes Verhalten zu überdenken und letztlich zu ändern, der muss genau so mitleidlos, hart und kompromisslos sein wie dieser. Für liebende und sanftmütige Menschen ist das eine unglaubliche Herausforderung. Stahlhart und absolut unnachgiebig sein zu können und gleichzeitig in der Liebe zu leben, zu verstehen, dass auch der Soziopath in seinem Innersten ein liebendes Wesen ist, ist die wohl grösste Herausforderung für uns Menschen überhaupt.

Es ist möglich Soziopathen auf sich selbst zurückzuwerfen und zu einer Verhaltensänderung zu zwingen. Aber nur für EXTREM FÄHIGE UND FORTGESCHRITTENE Wesen, ohne Gewalt und idealerweise auch ohne Anwälte, Polizei, Gerichte und Justiz. Wer dies tut und schafft wird anschliessend wahrscheinlich erkennen, was auf unserem Planeten tatsächlich abläuft und gespielt wird. Er wird realisieren, weshalb Soziopathen ganz bewusst auf ihre ehrlichen Mitmenschen angesetzt und gehetzt werden. Er wird die Struktur und Hierarchie des Universums erkennen und sich schliesslich der destruktiven und bösartigen Natur des obersten und höchsten aller Soziopathen bewusst werden: des Schöpfers und selbst ernannten Gottes!

Übrigens: Auf diese Weise (durch das komplette Stoppen und auf sich selbst zurückwerfen eines Soziopathen bzw. einer Soziopathin am Ende war sie den Tränen nahe, hatte Angst und hat sich selber wieder gespürt), bin ich selber zur höchsten Wahrheit und zum höchsten Soziopathen ("Gott") vorgestossen. Das war aber brutal hart und überstieg meine Fähigkeiten im Grunde um ein Vielfaches. Irgendwie habe ich es aber trotzdem geschafft, obwohl ich mehrfach fast draufgegangen bin. Eigentlich kann und will ich die volle Konfrontation mit einem Soziopathen niemandem empfehlen.