•  
  •  
Ethik: handeln zum Wohle aller

Ethische Handlungen sind konstruktiv, unethische Handlungen destruktiv.
Ethisches Handeln bedeutet überleben, unethisches Handeln unterliegen.

Ethisches Verhalten bedeutet: Leben erhalten, Leben fördern, Leben auf seinen höchsten Wert bringen.
Unethisches Verhalten bedeutet: Leben in seiner Entwicklung hemmen, Leben schädigen, Leben vernichten.

Ethik sagt, was gut und böse, was richtig und falsch ist. Gut/richtig ist, was das langfristige Überleben des Planeten Erde und aller Menschen und aller spirituellen Wesen in und ausserhalb des Universum fördert. Böse/falsch ist, was über kurz oder lang zu Zerstörung, Krankheit und Leid führt. Die höchste Ethik ist die, welche das grösste Wohl für die grösste Anzahl von Wesen beinhaltet.

Ethik und Moral sind zwei unterschiedliche Dinge, wenn auch miteinander verwandt. Moral ist abhängig von Zeit und kulturellem Hintergrund, Ethik nicht. Moral ist relativ, Ethik absolut. Ein ethischer Mensch denkt langfristig und bezieht auch künftige Generationen und deren Wohl in sein Handeln mit ein. Ein unethischer Mensch denkt kurzfristig und in erster Linie an sich selbst. Unethische Handlungen sind solche, die nur wenigen nützen und vielen Schaden. Ethische Handlungen sind solche, die vielen nützen und nur wenigen oder gar niemandem schaden. Unethisches Verhalten ist die grundlegende Ursache für Unfreiheit, Leid, Krankheit, Unglück und Niedergang. Ethisches Verhalten ist der Schlüssel zu Selbstbestimmung, Gesundheit, Glück und Freiheit.

Jeder Mensch – ausnahmslos jeder – ist ursprünglich und im Grunde gut. Eigene Verfehlungen haben zu einer Abwärtsspirale mit immer weniger Eigenverantwortung und immer mehr unethischen Handlungen geführt. Und diese zu einer zunehmenden Einschränkung der eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten, zu mehr Unglück, Krankheit und Leid. Der Mensch ist weit mehr als ein "einsamer Wolf", der alleine für sich schaut und dessen einziges Interesse das eigene Überleben ist. Der Mensch – jeder Mensch – ist im Grunde seines Seins ein hochgradig soziales Wesen, das am Überleben seiner Familie, seiner Freunde und Bekannten, der Tier- und Pflanzenwelt sowie der ganzen Menschheit, des gesamten Planeten Erde und aller Wesen im Universum fast genau so interessiert ist wie an seinem eigenen Überleben.

Der Mensch ist durch den Wunsch motiviert zu überleben. Überleben bedeutet Vergnügen, nicht überleben bedeutet Schmerz. Je grösser das Überlebenspotential eines Menschen, desto grösser seine Freude am Leben. Der Wunsch zu überleben lässt sich in sieben Hauptantriebskräfte (Hauptwünsche) unterteilen. Diese Antriebskräfte wohnen jedem Menschen inne, sind ihm sozusagen angeboren. Nicht jeder Mensch lebt diese Antriebskräfte jedoch in gleichem Masse. Zur vollen Entfaltung des eigenen Potentials, zum Erreichen der höchsten Fähigkeiten, der höchsten Liebe und Ethik ist das Denken und Handeln auf allen sieben Antriebskräften notwendig.

  1. Der Wunsch zum Dasein als man Selbst. Hier finden wir die Individualität, das Streben zum Überleben als Individuum. Dazu gehören der eigene Körper und Verstand, der eigene Name, Hobbys, die man hat, die eigenen Besitztümer, der Beruf und weitere selbst gewählte Rollen, die man sich für sein menschliches Leben ausgesucht hat. Diese Antriebskraft ist das Streben, die höchstmögliche Überlebensstufe für einen selbst zu erreichen. Wer einzig diese Antriebskraft lebt (nur für sich selbst schaut), wird meist als Egoist bezeichnet.

  2. Der Wunsch zum Dasein durch Familie, Sex und Kinder. Dies umfasst Partnerbeziehungen, Lebensgemeinschaften, das Aufziehen von Kindern, Sex und alles was dazu gehört. Diese Antriebskraft beinhaltet das Schaffen zukünftigen Lebens, Genuss durch Sexualität und sämtliches, was sich als Familienaktivität einstufen lässt. Ziel ist eine harmonische Beziehung mit seinem Partner, Vergnügen durch Sexualität und das bestmögliche Überleben der eigenen Nachkommen.

  3. Der Wunsch zum Dasein als Gruppe. In diese Kategorie fallen jegliche Gruppierungen von Gleichgesinnten, Freunde, Vereine, Parteien, Firmen, Organisationen, Nationen etc. Diese Antriebskraft fördert das Überleben von Gruppen. Das Ziel besteht im Stärken und Erreichen des höchstmöglichen Überlebenspotentials derjenigen Gruppen, von denen man selbst ein Teil ist. Ausgesprochene Teamplayer und die Fähigkeit zur Kooperation gehören in diesen Bereich. Auf dieser Ebene ist das Individuum umso glücklicher, je besser es den Gruppen geht, zu denen es selbst gehört. Auch das Anfeuern einer Sportmannschaft oder von Sportlern, die zur eigenen Nation gehören, zählt zu diesem Bereich.

  4. Der Wunsch zum Dasein als gesamte Menschheit. Auf dieser Ebene befasst sich das Individuum mit der Menschheit als Einheit. Es differenziert nicht mehr zwischen verschiedenen Rassen, wie schwarz, rot, gelb, weiss oder verschiedenen Kulturen und Nationen, sondern sieht sein Dasein als umso schöner an, je glücklicher, zufriedener und harmonischer die Menschheit als Ganzes ist. Weltfrieden gehört in diesen Bereich.

  5. Der Wunsch zum Dasein als Tier- und Pflanzenwelt. Alle mit Leben ausgestatteten Organismen, egal wie gross oder winzig sie sein mögen, fallen in diesen Bereich. Säugetiere, Vögel, Insekten, Pflanzen, Wiesen, Bäume und so weiter. Alles in nicht menschlicher Form "Lebendige" zählt zu diesem Bereich. Tierversuche, Massentierhaltung, Monokultur, die industrialisierte Landwirtschaft, Umweltverschmutzung oder Gentechnik wären Dinge, die einen Menschen auf dieser Ebene traurig stimmen. Je besser es den Pflanzen und Tieren geht, je gesünder und glücklicher diese sind, desto besser geht es auch dem Menschen, welcher sich dieser Antriebskraft bewusst ist und diese lebt. Das Ziel besteht im grösstmöglichen Überleben alles Lebendigen. Gesunde (unverarbeitete) Lebensmittel gehören ebenfalls in diesen Bereich.

  6. Der Wunsch zum Dasein als physisches Universum. Materie, Energie, Raum und Zeit sind die Bestandteile dessen, was wir physisches oder materielles Universum nennen. Alles nicht Lebendige zählt zu diesem Bereich. Die Schönheit eines Sonnenaufgangs, blauer Himmel, ein Regenbogen, Berge, Meere, die Eigenschaften verschiedenster Materialien (Metalle, Mineralien, Gase, Säuren, chemische Verbindungen usw.) und vieles mehr gehören hierher. Zu den Dingen, die einen Menschen auf dieser Ebene unglücklich machen, zählen beispielsweise die Manipulation von Materie und Energie (materielle "Verseuchung", wie es der Mensch zum Beispiel bei der Atomspaltung macht), die Rohstoffausbeutung des Planeten, Verschmutzung und Aufheizung der Erdatmosphäre durch das Verbrennen fossiler Brennstoffe, überbordende Überbauung, Zersiedelung und Enge, Müllberge, Elektrosmog, die toxische Gesamtsituation (Vergiftung der Umwelt durch grosse Mengen Chemikalien, Plastik usw.) und vieles mehr. Eine unschädliche Energieversorgung (erneuerbare Energien), ökologische, möglichst natürliche und umweltverträgliche Produkte und Lebensweisen, eine nachhaltige Kultur und Architektur, ein schonender und ressourcensparender Umgang mit unserem Planeten usw. bilden den Gegenpol.

  7. Der Wunsch zum Dasein durch Spiritualität. Auf dieser Stufe besteht das Ziel darin, alle spirituellen Wesen und alles Geistige in und ausserhalb des Universums zu fördern. Dazu gehören neben den spirituellen Wesen auf und im Bereich der Erde auch alle Wesen der höherdimensionalen Welten, alle spirituellen Wesen anderer Universen und alle Wesen der spirituellen, nichtmateriellen Welt (siehe Hierarchie des Universums). Alles Geistige und Spirituelle gehört hierhin. Gedanken, Ideen, Fantasien, Ideale, Träume, die Fähigkeit zu erschaffen, Kunst, Ästhetik, Magie, Zauber, Unendlichkeit, Geister, Feen, Engel, Gott, Dämonen, Poltergeister, Kobolde. Themen wie Aura, Astralkörper und jede andere Form von geistiger Wesenheit und unsichtbaren Welten findet man in diesem Bereich. Telepathische Kommunikationen mit anderen Wesen, aussersinnliche Wahrnehmungen, die Erkenntnis der eigenen spirituellen Natur und Unsterblichkeit sowie weitere körperlose Erfahrungen und Erlebnisse zählen ebenfalls hierzu. Das Ziel ist die Förderung alles Geistigen. Das Ergebnis sind freie, selbstbestimmte, kreative, wissende, glückliche und sich ihrer spirituellen, unsterblichen Natur bewusste Wesen.

Vollkommen ethisches Verhalten bedeutet, dass man alle sieben Bereiche fördert und in seine Entscheidungen und Handlungen mit einbezieht. Das heisst: Man handelt zum Wohle aller! Ein Konzept, das alle sieben Antriebskräfte berücksichtigt und fördert, ist das Solarzeitalter.

Die Ursache des Niedergangs

Am Beginn jedes Niedergangs, jedes Leids und Unglücks steht eine unethische Handlung, also eine Handlung die gegen das eigene und/oder das Überleben anderer Lebewesen gerichtet ist. Ohne diese erste Tat, ohne diesen ersten "Regelverstoss", kommt keine Abwärtsspirale in Gang und gibt es keinen Niedergang. Ein Wesen, das zum Wohle aller handelt, das vollkommen ethisch ist, kann nicht eingeschränkt oder behindert werden, sondern ist und bleibt ein freies Wesen. Je mehr unethische Handlungen ein Wesen begangen hat und je weiter es die Abwärtsspirale heruntergekommen ist, desto mehr Schatten baut es auf und desto mehr entfernt es sich von seiner wahren Natur.

Rehabilitation durch ethisches Verhalten

Wenn unethische Handlungen die Ursache für Unfreiheit, Leid und Niedergang sind, dann müssen ethische Handlungen logischerweise der Weg zurück zu Freiheit, Freude und Glück sein. Ein Wesen, egal in welch gutem oder schlechtem Zustand es ist, könnte allein mittels Durchsetzung der Ethik bei sich selbst die eigene Abwärtsspirale umkehren und sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Das ist aber natürlich leichter gesagt als getan und je tiefer ein Wesen gesunken ist und in umso schlechterem Zustand, desto schwieriger das Unterfangen. Wie konkret kann ein Wesen die eigene Ethik aber wieder in Ordnung bringen?

Nehmen wir ein Beispiel, das jeder von uns kennt: Essen und Genussmittel. Fast jeder weiss, dass Süssigkeiten (Zucker, Schokolade, Kekse, Kuchen, Süssgetränke und Energy-Drinks etc.) ungesund und bei regelmässigem Konsum schädlich sind. Genauso weiss praktisch jeder Raucher, dass rauchen schädlich ist, doch trotzdem werden Süssigkeiten und Zigaretten in grossen Mengen konsumiert und damit unethische Handlungen gegen den eigenen Körper und oft genug auch gegen die eigenen Angehörigen und die Allgemeinheit begangen (die den Kranken letztlich pflegen müssen und die Pflege, oft trotz Versicherung, zum grossen Teil bezahlen).

Die Frage nach dem Warum man Süssigkeiten und Tabak konsumiert mag jeder für sich selber beantworten, wichtiger ist, wie man aus eigener Kraft aus dem unethischen Verhalten ein ethisches machen kann. Die Antwort ist ganz einfach: Indem man die Süssigkeiten ab sofort weglässt und aufhört zu rauchen, und zwar für immer. Wie, Sie meinen das ist nicht so einfach, die inneren Widerstände sind gross, der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach? Sie haben natürlich recht. Allerdings hat auch niemand gesagt, dass es einfach ist. Entscheidend ist, dass man dranbleibt, die inneren Widerstände nach und nach verringert und schliesslich das erkannte Ideal und ethische Verhalten bei sich selbst um- und durchsetzt. Selbstkontrolle heisst das Schlüsselwort.

Und um Sie ein wenig zu trösten: Ich selber habe 20 Jahre harter Arbeit an mir selbst gebraucht, bis ich nach vollständiger Erkenntnis der Schädlichkeit von Süssigkeiten (1992) es schliesslich geschafft habe, diese selbstbestimmt, ohne Verlust und ohne Anstrengung aus meinem Leben hundertprozentig und dauerhaft wegzulassen (2013). Dranbleiben heisst die Devise! Was ich hier beispielhaft für Süssigkeiten und Rauchen angeführt habe, gilt natürlich für viele weitere Bereiche des Lebens ebenfalls. Wahrscheinlich findet jeder Bereiche und Handlungen in seinem Leben von denen er weiss, dass er dies nicht tun sollte, und es trotzdem tut, oder Dinge die er tun sollte aber nicht tut. Und wahrscheinlich gibt es noch mehr Bereiche und Handlungen von denen der Einzelne gar nicht weiss, dass er damit möglicherweise sich selbst, seiner Familie, seinen Freunden, Bekannten und weiteren Menschen, der Tier- oder Pflanzenwelt und/oder der spirituellen Welt schadet.

Wie also aus der "Falle" herauskommen, wie den Weg zurück zu ethischem Verhalten, Gesundheit, Glück und persönlicher Zufriedenheit finden? Nun ja, dafür habe ich die Anleitung zur Selbstbefreiung und das Solarzeitalter ausgearbeitet. Dafür habe ich die letzten mehr als 30 Jahre meines Lebens investiert. Um es für mich und schliesslich auch für andere möglich zu machen, diesen Weg zu gehen und frei zu werden. Das Solarzeitalter ist der Weg der Liebe und der Ethik!


Je ethischer ein Mensch ist, desto mehr agiert er, desto mehr ist er Ursache, desto mehr bestimmt er das Geschehen, desto weniger ist er negativen und unerwünschten Rückwirkungen ausgesetzt. Ein 100 Prozent ethischer Mensch kann nicht verletzt und gedemütigt werden oder auf andere Weise Schaden nehmen. 100 Prozent ethisch zu sein bedeutet, zum Wohle ALLER zu handeln. Ein unethischer Mensch ist nur deshalb negativen Rückwirkungen ausgesetzt, wird nur deshalb angegriffen, ist nur deshalb krank, verletzt oder in Konflikte und Kämpfe involviert, weil  er Dinge tut oder getan hat, die anderen schaden. Und da diese anderen nicht bereit sind, sich schaden, benachteiligen und ausnutzen zu lassen, wehren sie sich gegen den "Täter" (die unethische Person).

Bei Krankheiten hat man in der Regel dem eigenen Körper geschadet und/oder tut es immer noch, sei es durch
  • eine falsche Ernährung, Suchtmittel (Tabak, Alkohol, Drogen aller Art etc.), zu wenig Bewegung usw.
  • umweltbedingte Gründe: Gifte in Materialien, mit denen man in Kontakt kommt (Wohnmaterialien, Möbel, Kleider, Schuhe, sog. Körperpflegeprodukte usw.), Medikamente, schlechte Luft, Elektrosmog, Radioaktivität etc.
  • zuviel Arbeit, Stress, Beziehungskonflikte usw.
 
Krankheiten sind meistens Reaktionen des Körpers auf eine falsche Lebensweise und nicht Pech, Zufall oder Schicksal. Krankheiten haben Ursachen, egal ob diese dem Betreffenden bewusst sind oder nicht. Um es mit den Worten von Hippokrates, dem berühmtesten Arzt des Altertums zu sagen: "Krankheiten befallen uns nicht aus heiterem Himmel, sondern entwickeln sich aus täglichen Sünden wider die Natur. Wenn sich diese gehäuft haben, brechen sie unversehens hervor." Oder mit den Worten von Sebastian Kneipp, Begründer der Kneipp- und Wassertherapie: "Wer nicht jeden Tag etwas für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern."

Ein 100 Prozent ethischer Mensch würde niemandem schaden, weder seinem eigenen Körper und sich selbst (Antriebskraft 1), noch irgendeinem anderen Menschen (Antriebskraft 2 bis 4), noch Pflanzen und Tieren (Antriebskraft 5), noch Materie und Energie (Antriebskraft 6), noch spirituellen Wesen (Antriebskraft 7). Deshalb setzt sich auch niemand gegen ihn zur Wehr (warum auch, er nützt ja allen). Der Spruch "Wie man in den Wald ruft, so tönt es zurück" gilt auch hier. Wer 100 Prozent ethisch ist, wird nur und ausschliesslich positive Rückmeldungen erhalten. Ethik ist der beste Schutz gegen Negatives.


Ethik, das Handeln zum Wohle ALLER, ist die höchste Qualität und Fähigkeit innerhalb und ausserhalb des Universums. Ethik steht weit oberhalb von Intelligenz, Intellekt und Hochbegabung, weit oberhalb von Kunst, Unternehmertum, politischen Fähigkeiten, Innovation, Nobelpreisen, Olympiasiegen und Weltrekorden.

Ethik steht auch oberhalb von Liebe, Mitgefühl und sozialen Fähigkeiten. Auch unethische Menschen sind fähig zur Liebe. Ein Mafiaboss liebt seine Kinder auch (manchmal so sehr, dass er bereit ist, für das "Wohl" seiner Kinder zu töten). Geschäftsführer, Manager oder Angestellter eines Pharma- oder Saatgutmultis zu sein, Gentechniker, Konstrukteur von Waffen oder Atomkraftwerken, Investmentbanker oder Manager eines Erdölkonzerns, schliesst nicht aus, dass der betreffende Mensch in seinem Privatleben, obwohl er beruflich für destruktive Zweige arbeitet, ein liebender Vater, Ehemann und Freund sein kann. Auch zahlreiche Anführer religiöser und philosophischer Bewegungen sind oft zu grosser Liebe fähig. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass diese Anführer, Gurus usw. Teile ihrer Anhängerschaft in Unglück und Abhängigkeit stürzen.

Jeder Mensch, der wirklich ethisch ist, ist auch ein liebender Mensch, aber nicht jeder, der fähig zur Liebe ist, ist ein ethischer Mensch. Die höchste Ethik/Liebe besteht darin, alle sieben Antriebskräfte vollkommen ins eigene Leben zu integrieren und zu leben, und so zu handeln, dass nichts und niemand zu Schaden kommt. Das heisst: Liebe zu sich selbst, Liebe zu seinen Mitmenschen, Liebe zur Tier- und Pflanzenwelt, Liebe zu allem Materiellen und Liebe zu allem Spirituellen.

Ethik, handeln zum Wohle aller, ist die höchste Qualität überhaupt. Einzig Wahrheit, das Gegenteil von Lüge (siehe Wahrheit ist die mächtigste Waffe) und Güte sind damit vergleichbar. Güte ist der Zustand frei von jedem Begehren und Verlangen, frei von Leid (auch als Nirvana bezeichnet). Allerdings erschliessen sich die höchsten Wahrheiten und auch den Zustand der Güte nur demjenigen, der in hohem Masse ethisch ist. Siehe auch höchste Fähigkeiten.
Ethische Wirtschaft?

Adam Smith (1723-1790), Autor des Werkes "Wohlstand der Nationen" und Urvater der heutigen Ökonomie und Wirtschaftsweise, meinte, dass der Markt dann am besten funktioniert, wenn jeder das tut, was für ihn selbst am besten ist (Antriebskraft 1: Der Wunsch zum Dasein als man Selbst). Er meinte, dass die "unsichtbare Hand" des Marktes den Egoismus des Einzelnen in wachsenden Wohlstand für alle umwandelt und allen zu Gute kommt.

Der Mathematiker John Nash (1928-2015), auf dessen Lebensgeschichte der Film A Beautiful Mind basiert, erhielt 1994 den Nobelpreis dafür, dass er aufzeigte, dass die beste Lösung darin besteht und der Markt dann am besten funktioniert, wenn das getan wird, was das Beste für den Einzelnen (Antriebskraft 1) UND für die Gruppe (Antriebskraft 3) ist.

Leider reicht aber auch dies noch nicht. Tatsächlich funktioniert die Welt dann am besten, wenn alle obigen Antriebsskräfte 1 bis 7 mit einbezogen werden. Das heisst: Die beste Lösung für jedes Problem und die höchste Ethik besteht darin, wenn das getan wird, was allen sieben Antriebskräften nützt, also: dem Einzelnen, der Familie, der Gruppe, der ganzen Menschheit, der Tier- und Pflanzenwelt, der physischen Welt und allen spirituellen Wesen. Unter diesem Aspekt wurde das Solarzeitalter entwickelt.

Siehe auch